Everest Base Camp Trek #3 – Cho La Pass und Gokyo

Ich zittere am ganzen Körper. Mir ist kalt. Nachdem ich meinen ganzen Magen in die Toilette entleert habe, kann mein Körper kaum noch Energie aufbringen um den Schlafsack aufzuwärmen. Es sind nur 2-3°C im Zimmer, vielleicht sogar kälter. Ich kann die gesamte Nacht nicht schlafen. Als die Sonne endlich aufgeht, geht es mir immer noch beschissen. Ist es wegen der Höhe? Wir sind ja immerhin auf 4800 Meter und waren am Tag zuvor sogar auf 5600 Meter Höhe. Oder war das Essen einfach nur schlecht?

Aussicht von Dukla auf Ama Dablam

In den nächsten zwei Tagen geht es mir weiterhin schlecht. Wir machen einen Umweg nach Dukla, 4585 Meter, in der Hoffnung das der Abstieg hilft. Aber die Anzeichen scheinen eher auf schlechtes Essen hinzuweisen. Einen Nachmittag bleibe ich im Bett und einen weiteren Tag geht es mir schlecht, aber wir wandern zum nächsten Ort Dzongla. Am dritten Tag geht es mir endlich wieder besser und wir wagen die Überquerung des Cho La Pass. Natalia hat keinerlei Probleme und fühlt sich gut.

Wir steigen von Dzongla zum Cho La Pass auf. Zuvor haben wir uns in Namche Bazaar ein Paar Wanderstöcke zugelegt, da der Pass über einen Gletscher verläuft. Erst wollten wir auch noch kleine Klettereisen für die Schuhe kaufen, haben uns aber dann dagegen entschieden. Der Weg zum Pass ist kräftezehrend, dennoch ist dies einer der schönsten Tage unserer Wanderung. Nach dem Erreichen des Passes bauen wir einen Schneemann!

Natalia flirtet mit dem Schneemann!

Wir erreichen den Ort Thangnag am frühen Nachmittag. Kurzerhand entschließen wir uns, doch noch zum nächsten Ort – Gokyo – zu wandern. Schließlich erreichen wir Gokyo um 8 Uhr nach zwei stündigem Wandern mit Kopfleuchten.

Blick auf Gokyo und einen der sechs Gokyo Seen - die höchsten Süßwasser Seen der Welt.

Wir verbringen zwei Nächte in Gokyo und wandern nach Gokyo Ri zum Sonnenuntergang. Der Blick von hier auf Everest und die gesamte Region ist klasse, insbesondere als die Berge sich zum Sonnenuntergang orange färben.

Sonnenuntergang mit Blick auf Everest und Nuptse von Gokyo Ri

Am fünfzehnten Tag unseres Treks verabschieden wir uns von den ganz großen Bergen und beginnen den Abstieg von Gokyo nach Namche. Überrascht von der tollen Wanderroute legen wir diese Strecke innerhalb von einem Tag zurück. Von 4750 Meter geht es bis auf 3440 Meter herunter.

Ein wundervoller Höhenwanderweg eröffnet sich uns von Gokyo nach Namche Bazaar.

In Namche angekommen wollen wir unseren Flug von Lukla nach Kathmandu buchen. 170$ pro Person – für einen 30 minütigen Flug. Lohnt sich das? Schnell kommen wir zu dem Entschluss, lieber nach Phaplu zurück zu wandern, 340$ zu sparen, mit denen wir uns in Kathmandu so viel Essen gönnen können, dass wir platzen. Gesagt, getan! In den nächsten drei Tagen legen wir die knappen 60 Kilometer von Namche Bazaar nach Phaplu zurück, die wir bereits auf dem Hinweg gewandert waren. Wir genießen den Ausklang unseres Treks, freuen uns aber auf eine große Pizza und eine warme Dusche in Kathmandu!

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