Borneo – Natur pur. Mit Ölpalmen.

Als wir im November zu unserer Reise aufbrachen, waren die Inseln in Malaysien und Indonesien bereits in unseren Köpfen. Die ganzen 5 Monate, die wir in Nepal, Thailand, Myanmar, Laos und Vietnam verbrachten, haben wir uns auf genau diese Zeit gefreut – Sommer, Sonne, Sonnenschein! Und natürlich etwas Tauchen – denn das ist mit Abstand das Beste, was man hier machen kann!

Nachdem wir mit schwerem Herzens den Jungel von Ba’Kelalan und damit Isak und Wendy verlaßen, machten wir uns auf dem Weg zu unserem achten Land – Brunei! Das Königreich an der Westküste Borneo’s ist zweigeteilt und anstelle eines Busses (der wiederum durch Malaysien zur Hauptstadt Bandar Seri Begawan fährt) nahmen wir ein Speedboat von Bangar nach Bandar – eine 40 minütige Fahrt für gerade einmal 7 B$ (4,40€) pro Person. Nach nicht einmal 5 Minuten Fahrt durch die Mangroven sahen wir ein riesen Krokodil am Flussrand. Und kurze Zeit später ein zweites. Für so wenig Geld war es eine tolle Fahrt und wir fühlten uns wie auf dem Amazonas.

In Brunei haben wir dann drei Tauchgänge gemacht, da hier insbesondere alte Schiffswracks vor der Küste liegen. Mit unserem Divemaster Alex von Ocean Quest hatten wir einen tollen Tag! Ein Tauchgang führte uns zu einer versenken Ölplatform, ein weiterer zu einem Schiffswrack. Das Highlight waren zwei Octopusse, die wir auf den Tauchgängen sahen!

Nach Brunei nahmen wir eine Fähre nach Labuan und weiter nach Menumbok. Eine Stunde später, gegen 4 Uhr, kamen wir in Kota Klias an. Perfektes Timing, denn um 5 Uhr begann eine Bootstour um Proboscis “Langnasen” Affen zu sehen. Und tatsächlich, wir haben mehrere gesehen, keine 3 Meter von uns entfernt! Nach dem Abendessen ging es wieder aufs Boot um Glühwürmchen zu sehen. Atemberaubend, wie sie die Nacht erhellen und auf einmal um das Boot schwirren!

Borneo ist perfekt um Tiere in der Wildnis zu sehen. Daher ging es für uns mit einem kleinen Propellerflugzeug für gerade mal 125RM (25€) p. P. von Kota Kinabalu nach Sandakan, wo das nächste Abenteuer auf uns wartete.

Wir verbrachten einen Nachmittag in einem Orang Utan Rehabilitationszentrum. Hier sind die Orang Utans semi-wild. Junge Orang Utans, die von ihren Müttern aus unterschiedlichen Gründen getrennt wurden, werden hier aufgenommen und beigebracht, wie man in der Natur überlebt. Die Affen haben eine großen Wald hinter dem Zentrum um sich auszutoben. Und wenn sie wollen, kommen sie nie mehr zurück zur Futterstation.

Am nächsten Tag sind wir nach Sukau am Kinabatangan Fluss getrampt. Hier kann man Bootstouren machen um wirklich wilde Orang Utans, Proboscis Affen, Pygmy Elephanten (die kleinsten Elephanten der Welt) und viele weiter Tiere zu sehen. Auf insgesamt drei Bootstouren haben wir zwei Orang Utans, 30 Proboscis Affen und unzählige Makaques gesehen. Außerdem Eulen, eine Schlange, viele Nashornvögel (Hornbills) und noch vieles anderes. Wir empfehlen: Sukau RB Lodge – Zimmer sind einfach für 60RM, Bootstouren für 50RM. Und unser Boot war nie sehr voll (2-4 Personen)!

Leider konnten wir die Pygmy Elephanten nicht sehen, da sie (wahrscheinlich) zu weit flussaufwärts waren. Das wäre wirklich zu schön gewesen!

Wir setzten unsere Reise Richtung Tawau fort. Während der 3-4 Stunden Busfahrt, sahen wir nichts anderes als ölpalmen. Rechts, links, kilometerweit. Überall. Überall! Besonders beunruhigend ist es, wenn man bedenkt das hier überall Orang Utans und Elephanten frei leben könnten, aber wir Menschen ALLES zerstören, damit wir morgens zum Frühstück unsere Nutella haben. Natalia und ich haben uns geschworen, in Zukunft zu überprüfen ob Produkte Palmöl enthalten. Und wenn möglich, sollte man es der Natur wegen vermeiden bzw. zumindest bestmöglich reduzieren. Aber so wie es aussieht, wird das Abholzen des Jungels in Borneo wohl tagtäglich weiter gehen. Bis schließlich fast alles verschwindet. Und dann, erst dann werden wir feststellen, was wir hier zerstört haben.

In Tawau angekommen nahmen wir eine Fähre nach Nunukan (90 RM p. P.), da wir die Fähre nach Tarakan um 10 Minuten verpasst hatten. Nunukan ist bereits Indonesien, also hieß es: Auf Wiedersehen Malaysien – es war eine tolle Zeit!

Dann fingen zwei mörderische Tage an. Erst die Fähre nach Nunukan, ein Taxi zum anderen Hafen (20k IDR p. P.), Fähre nach Tarakan (125k IDR p. P.), Fähre nach Tanjung Selor (110k IDR, Übernachtung, Minivan nach Berau (120k p. P.), Trampen von Berau nach Tanjung Batu, Boot nach Derawan (100/150k p. P.). WOW! So viel Zeit habe ich noch nie auf dem Wasser verbracht…

Auf Derawan angekommen genossen wir ein Bungalow über dem Wasser. Von hier aus konnten wir unzählige Schildkröten sehen und mit ihnen Schnorcheln. Die Derawan Inseln heißen nicht ohne Grund Schildkröten Paradis! Auch hier haben wir einige Tauchgänge gemacht. Es war schön, aber wir hatten gehofft Manta Rays zu sehen. Wir schwammen außerdem mit Nicht-stechenden Quallen in Kakaban, einer von zwei Orten weltweit mit diesen Quallen! Schließlich feierten wir meinen Geburtstag mit Schnorcheln und Tauchgängen nahe Maratua – mit mindestens 50 Schildkröten!

Dann hieß es ein Tag entspannen…

Nächste Ziel: Komodo!

1 Comment

  1. […] Jungle, Borneo, our journey led us to the land of the sea – Indonesia. After our short detour to Derawan Islands, we continued our route via Plane to Makassar on Sulawesi. While we initially wanted to stay longer […]

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